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Motorradbatterien – Was Sie wissen sollten! |
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Durch den Einzug von elektronischen Bauteilen hat die Motorradbatterie zunehmend an Stellenwert gewonnen. Diese Batterien sind Starterbatterien die den elektrischen Anlassermotor – Starter mit elektrischer Energie versorgen soll, um den Verbrennungsmotor zu starten. Beim Startvorgang braucht man kurzzeitig hohe Ströme (Einheit A = Ampere) und dafür sind Starterbatterien gebaut. Motorradstarterbatterien sind nicht für kontinuierlich längerfristige Stromabgaben gedacht. Achtung laden Sie Ihre Motorradbatterie mit einem Ladegerät auf wenn Ihr Fahrzeug nicht häufig benützt oder längere Zeit stillgelegt wird.(Ladegeräte ab 25,00€ incl aufwärts!!)
Batterien immer voll aufgeladen halten - 12,72 V
Motorradbatterien müssen aber auch während einer normalen Fahrt den Ausgleich von Lastspitzen sicherstellen. Auch sollte im Stillstand noch genügend Strom für Standlicht oder Warnblinkanlage vorhanden sein. Zusätzliches Zubehör wie z.B. Navigationssysteme oder auch Diebstahlsicherungen beanspruchen die Motorradbatterie noch stärker. Diese Systeme nehmen bei Stillstand oder wenn der Motor nur im Leerlauf dreht die Energie fast zu 100% aus der Motorradbatterie. (Kurzstrecken!). Der Ladungszustand der Motorradbatterie fällt daher immer weiter ab. Es werden in erster Linie Blei-Säure-Batterien die wieder aufladbar sind verwendet. Diese nennt man Sekundärbatterien oder Akkumulator kurz Akku.
Die konventionelle Motorradbatterie ist ein „Nass-Akku“ mit flüssigen Elektrolyt . Diese Motorradbatterien sind nicht auslaufsicher und müssen stehend in das Fahrzeug eingebaut werden. Sie haben 6 (bei 12V) Verschlussstopfen und einen seitlichen Entlüftungsschlauch. Der Elektrolyt- bzw Säurestand sollte gelegentlich überprüft werden.
Verluste mit destilliertem Wasser auffüllen. (Nach der Ladung).
Eine Blei-Säure-Motorradbatterie, die als Vlies oder Gel-Typ hergestellt wurde ist fest verschlossen und mit einem Sicherheitsventil versehen. (VRLA= valve regulated lead acid) . Diese sind wartungsfrei (MF = maintenance free). Bei den VRLA-Batterien ist der Elektrolyt festgelegt wodurch sie auslaufsicher sind. (Herstellerhinweise beachten). Der Vlies-Akku bei dem ein Mikroglasfaser-Vlies verwendet wird ist auch unter der Typenbezeichnung AGM= absorbent glass mat im Handel.
Als weitere VRLA – Motorradbatterie gibt es den Gel-Akku. Diese Motorradbatterien besitzen einen eingedickten gelierten Elektrolyt. Das Gel wird durch Zugabe von Kieselsäure erzeugt.
AGM Batterien haben im Vergleich zu GEL Batterien ein besseres Hochstromverhalten. Diese Motorradbatterien haben auch eine bessere Verträglichkeit bei Vibrationen.
Die mögliche Kapazität und der momentane Ladezustand bestimmt den Gesamtzustand einer Batterie. Die Lebensdauer einer Motorradbatterie kann durch falschen Gebrauch und falsche Wartung (häufiges Entladen bis 0%, Tiefentladen unter 0% oder Überladen deutlich reduziert werden. Niedrige Temperaturen verringern zudem die verfügbare Kapazität. Im Winter sollte die Motorradbatterie trotz häufigen Motorradgebrauches von Zeit zu Zeit nachgeladen werden (extern).
Im Winter kann eine Motorradbatterie auch einfrieren wenn der Ladezustand der Batterie nicht stimmt. (Säuredichte) Jede Batterie hat auch eine Selbstentladung, auch wenn die Batterie nicht benützt wird. Bei hohen Temperaturen ist die Selbstentladungsgeschwindigkeit erhöht. Eine Temperaturerhöhung um 10 Grad verdoppelt die Selbstentladegeschwindigkeit. Sonstige Störungen: Tiefentladung von Motorradbatterien schädigt diese und bringt unwiederbringlichen Kapazitätsverlust. Es tritt Sulfatation ein. Tiefentladene Batterien müssen mit einem externen Ladegerät geladen werden. Achtung Explosionsgefahr – fragen Sie einen Fachmann.
Fazit: Warten und Pflegen Sie Ihre Batterie. Beim Putzen leicht angefeuchtete Baumwolltücher verwenden um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden. Batteriepole säubern mit Polfett einfetten! Vor Feuchtigkeit schützen um Kriechströme zu vermeiden. Vermeiden Sie ständige Ruheverbraucher. Die Motorradbatterie sollte immer zu 100% geladen sein, das schaffen Sie in der Regel nur mit einem externen Ladegerät. Vermeiden Sie längere Stillstandzeiten in tiefen Ladezuständen. Vermeiden von Tiefentladungen. Vermeiden von Überladen.
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